Installation von SuSE 8.2 auf einem Acer Travelmate 233XC


Installation

Da das Notebook mit einer Recovery-Version von Windows XP in einer großen VFat-Partition kommt, muß man vor oder bei der Installation die Partitionierung der Festplatte verändern. SuSE 8.2 kann VFat-Partitionen ohne Datenverlust verkleinern, allerdings war die vorgenommene Aufteilung nicht nach meinem Geschmack, daher habe ich sie nach erfolgter Installation nochmal mittels Paragon Partition Manager geändert. Das führte zu kleineren Problemen ;-) (s.u.)

Die Installation von SuSE 8.2 verläuft fast komplett reibungslos. Die Hardware-Erkennung funktioniert einwandfrei, nur beim Start von XFree gibt es Probleme.


Hardware

Intel mobile Celeron 2,0 GHz
256 MB DDR-Ram
Intel 845GL Chipsatz
Hitachi 30 GB Festplatte (Deskstar -> frühere IBM)
Integrierte Graphik (Intel 845), shared Memory
AC '97 Audio (Intel)
Netzwerk Realtek 8139 100 MBit/s
DVD/CD-RW Kombolaufwerk Matsushita UJDA740
Synaptics Touchpad

Video

Die Integrierte Grafik (Intel 845) wird von XFree 4.3 unterstützt. Leider läßt sich der XServer nicht starten. Der Grund hierfür liegt im zu geringen Grafikspeicher. Defaultmäßig ist das Notebook auf 1MB "Start-Speicher" für die Grafik eingestellt, was natürlich zuwenig für XFree ist. Nach Änderung auf 8MB (im BIOS) läuft XFree ohne Probleme.
Update: Das BIOS "vergaß" die Einstellung für den Grafikkartenspeicher mehrmals. Nach Einschicken des NB und Reparatur bei Acer scheint das Problme behoben.

Audio

Wird automatisch erkannt und konfiguriert.

Netzwerk

Wird automatisch erkannt.

Modem

Winmodem. Wird nicht unterstützt.

Touchpad

Wird als PS/2-Maus erkannt und funktioniert problemlos.

Cardbus/PCMCIA

Der Cardbus-Controller wird erkannt und unterstützt. Eine bei der Installation eingesteckte Firwire-Karte wurde ebenfalls problemlos erkannt und unterstützt.

USB

Auch USB funktioniert problemlos. Ein USB-Stick/MP3-Player (Aiptek) wird beim Einstecken automatisch eingebunden und kann problemlos gemountet werden.
Update: Eine USB-Maus (Keysonic) wurde automatisch eingebunden, allerdings mußte das Touchpad hinterher auf ein anderes Protokoll umgebogen werden (IMPS/2 -> PS/2), um gleichzeitigen Betrieb zu ermöglichen. Ohne diese Aktion lief nur entweder Touchpad oder Maus.

Brenner

Auch der Brenner wird erkannt, ide-scsi wird automatisch eingebunden und es kann losgebrannt werden ;-). Zuvor sollte man allerdings DMA aktivieren, am einfachsten mit Yast2.

APM/ACPI

Noch nicht getestet. APM wird vermutlich vom BIOS nicht mehr unterstützt.
Update: Keine APM-Unterstützung im BIOS. ACPI wird von SuSE nicht komplett aktiviert, noch nicht weiter getestet.

Festplattenpartitionierung

Die anschließende Veränderung der Partitionierung mochte die SuSE allerdings gar nicht. Ich habe die Windows-Partitionen noch etwas in der Größe geändert und dann die System- und die Anwendungspartition mittels "convert" nach NTFS umkonvertiert. Anschließend gab es unter Linux natürlich Fehlermeldungen (die fstab war ja noch nicht angepasst) und Yast2 ist dann nicht in der Lage, die fstab vernünftig zu korrigieren. Da war also Handarbeit gefragt ;-)
©  2003 Nils Lübbe